Periodontosis

Parodontologie

Was sind Parodontose, Gingvitis und Parodontitis?

Dr. Hiltschers Tätigkeitsschwerpunkt ist die Parodontologie. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Parodontitis, Parodontose und Gingvitis?

Zuerst einmal eine Richtigstellung: Paradontose gibt es nur in der Zahnpastawerbung. Die korrekte Bezeichnung des entzündlichen Zahnverlusts ist die Parodontitis. Wie die Endung -itis bereits ausdrückt, handelt es sich um eine Entzündung. Das heißt, das Immunsystem des Körpers reagiert auf krankmachende Bakterien.

Professionelle Zahnreinigung

Immunabwehr

Die ganze Armada der zellulären Immunabwehr wird aufgefahren, um diese Bakterien zu bekämpfen. Die Erreger sitzen in einem Biofilm (Plaque), der leider mit Spülen nicht zu entfernen ist. Zuerst reagiert das Zahnfleisch mit Anschwellen und spontanen, lokalen Blutungen. Der Dichtapparat des Zahnfleisches um den Zahn herum wird zerstört, es bildet sich eine Tasche. Der Biofilm breitet sich weiter nach unten aus und die Tasche wird tiefer.

Einschutz

Der Biofilm verhärtet und es bilden sich sogenannte Konkremente. Damit die Bakterien den Knochen nicht befallen können, baut ihn der Körper selber ab. Ein Befall des Knochens würde eine nicht beherrschbare Osteomyelitis (Knochen- und Knochenmarksentzündung) bedeuten. Letztendlich versucht der Körper zum Schutz des ganzen Individuums die befallenen Zähne loszuwerden.

Ziel der Therapie ist diesen eingeschlagenen Weg zu verlassen.

  • Bei einer Parodontitis ist das gesamte Zahnbett entzündet. Dazu führen kann ein biologisches Ungleichgewicht von Bakterien im Mundraum: Einige wenige der rund 800 Bakterien in unserer Mundhöhle können dann eine Entzündung auslösen. Diese Entzündung breitet sich bis zur Wurzelhaut aus und es kommt zu einem Knochenabbau. Es bildet sich ein Konkrement, ein sehr harter Belag. Zahnverlust ist meist die Folge einer Parodontitis. Parodontitis ist eine Volkskrankheit: Zwei Drittel aller Deutschen über 70 leiden an ihr. Ohne entsprechende Mundhygiene kann sich eine Parodontitis bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr etablieren.
  • Bei einer Gingvitis ist „nur“ das Zahnfleisch entzündet. Eine Zahnfleischentzündung kann entstehen, wenn Zahnstein und -belag nicht regelmäßig entfernt werden.
  • Parodontose ist keine Entzündung, sondern bezeichnet das Schwinden des Zahnfleisches (Zahnfleischschwund). Freiliegende Zahnhälse sind eine Folge der Parodontose.

Risikofaktoren

Es gibt vier wesentliche Risikofaktoren:

  • Rauchen
  • Diabetes
  • Bakterien
  • erbliche Veranlagung

Vorbeugung und Behandlung

Parodontitis steigert das Risiko eines Herzinfarkts um fast 50 %. Von Parodontitis Betroffene verlieren nach und nach ihre Zähne. Wer Parodontitis vorbeugt, tut also nicht nur seinen Zähnen und seinem Zahnfleisch etwas Gutes, sondern auch seiner Geldbörse: Vorbeugen ist nicht nur besser als heilen, es ist auch günstiger.

Unser Behandlungskonzept ermöglicht Ihnen eine effektive Vorbeugung:

  • Eine Desinfektion der gesamten Mundhöhle befreit Sie von gefährlichen Keimen.
  • Augmentativer Knochenaufbau beseitigt Schäden, die bereits durch eine beginnende Parodontitis entstanden sind, damit Sie langfristig beschwerdefrei sind.
  • Durch eine Beseitigung eventueller Nischen und Spalten können Sie Ihre Zähne einfach und gründlich reinigen.
  • Unsere professionelle Zahnreinigung schützt Ihre Zähne auch vor Gingvitis und Parodontose.